Laufhäuser

Ein Laufhaus ist eine Form von Bordell, bei der die Sexarbeiterinnen eigene Zimmer in einem größeren Gebäude mieten und Kunden dort ohne Terminvereinbarung empfangen – daher der Name: Kunden „laufen“ durch das Haus und wählen spontan.

Merkmale eines Laufhauses:

– Mehrere Etagen/Zimmer: Oft ein großes Haus mit vielen Zimmern, in denen jede Frau eigenständig arbeitet.
– Freier Zugang: Kunden können das Haus betreten, sich umsehen, anklopfen oder direkt in Kontakt treten.
– Diskret & anonym: Kein fester Empfang oder Zwang zur Anmeldung.
– Direkte Auswahl: Kunden sehen die Frauen vor Ort – manchmal sitzen sie mit offener Tür, teils in Reizwäsche, um Interesse zu wecken.
– Unabhängige Arbeit: Die Frauen arbeiten meist auf eigene Rechnung und zahlen Miete für das Zimmer.

Unterschiede zu anderen Bordellen:

– Kein Clubbetrieb: Keine Bar, keine Musik oder Animation wie in einem Club.
– Keine Vermittlung durch Personal: Der Kunde spricht direkt mit der Anbieterin, verhandelt Preis und Leistung selbst.
– Oft günstiger: Im Vergleich zu Escort oder Clubbesuchen.

Rechtlicher Rahmen:

In Deutschland legal, wenn Betreiber und Sexarbeiterinnen sich ans Prostituiertenschutzgesetz halten (Anmeldung, Gesundheitsnachweise, Konzession für den Betrieb etc.).