Der Straßenstrich bezeichnet eine Form der Straßenprostitution, bei der Sexarbeiterinnen im öffentlichen Raum (z. B. Straßenränder, Parkplätze, Industriegebiete) auf Kunden warten und dort direkt sexuelle Dienstleistungen anbieten.
Merkmale des Straßenstrichs:
– Öffentlicher Ort: Meist in abgelegenen oder städtisch tolerierten Zonen (oft in Industriegebieten oder an Ausfallstraßen).
– Direkter Kontakt: Kunden sprechen die Frauen vom Auto aus an, Preis & Leistung werden sofort verhandelt.
– Kurze Zeiträume: Die „Dates“ finden oft direkt im Auto oder nahegelegenen Orten statt.
– Niedrigere Preise: Günstiger als Escort oder Club – oft ab 30–50 €.
– Keine Anmeldung nötig: Kunden können einfach vorbeifahren – diskret, aber oft auch mit wenig Schutz.
Rechtliche Lage in Deutschland:
– Erlaubt, aber nur in genehmigten Straßenstrich-Zonen, die von Kommunen festgelegt sind.
– Verboten in Wohngebieten, Nähe von Schulen oder Kirchen.
– In vielen Städten gibt es sogenannte „Verrichtungsboxen“ oder Plätze mit Sicherheitsvorkehrungen, um die Arbeit etwas geschützter zu machen.
Risiken & Realität:
– Häufig prekäre Bedingungen für die Sexarbeiterinnen.
– Kaum Kontrolle über Sauberkeit, Sicherheit oder faire Bezahlung.
– Teilweise Verbindungen zu Menschenhandel, besonders bei Zwangsprostitution – deshalb sehr umstritten.

